Zum Inhalt springen
Das ›neue‹ ELKG

Graphisches Konzept

Im Folgenden möchten wir die Gelegenheit nutzen, einige Gedanken der mit dem graphischen Konzept und der Gestaltung des ELKG betrauten Grafikagentur Gobasil zu teilen.

Gestaltung des Titelsignets

„Die Titelgestaltung des neuen Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuchs ist die zeitgemäße Illustration eines facettenreichen Kreuzes. Für das Signet wurden dabei unterschiedliche Formen miteinander kombiniert und dann zu einer doppelten Kreuzform angeordnet.

Das erste Kreuz ist an den ausgelassenen Ecken der Außenform zu erkennen. Die voluminösen ›Balken‹ bilden einen großen Binnenraum und verleihen dem Zeichen Präsenz.

Das zweite Kreuz ist wie ein ›Schlüssel‹ in der Mitte des Signets zu finden. Der ›freigelassene‹ Bereich wird einzig durch die Ränder der geometrischen Elemente sichtbar,
deren ineinander fließende Linien nach außen weitere Kreuzformen andeuten.

Die abstrakten Formen lassen bewusst vielseitige Deutungsrichtungen zu. So lässt sich z.B. ›die Einheit von Christus und seiner Gemeinde‹ genauso erkennen, wie ›die Gaben des Geistes im Leib Christi‹ oder auch ›die Vielfalt an Elementen zur Gestaltung von Gottesdienst und persönlichen Glaubens‹. Darüber hinaus erinnern die geprägten goldenen Linien an kunstvoll gestaltete Kirchenfenster und verweisen den Blick in das Innere dieses Gesang- und Lebensbuches.“

Grafische Konzeption des Buches

„Das Schriftbild des Buches ist mit Blick aufs Detail konzipiert. Dafür wurde die Funktion jedes Elementes gezielt untersucht und auf seine Anforderungen überprüft. Laut gesprochene Lied- und Lesungstexte werden anders behandelt als strukturierende Überschriften, Strophenziffern, o.ä. Die einleitenden Buchteiltitel sind groß in Szene gesetzt, während Urheberangaben abgetönt und platzsparend daherkommen.

Um die benötigten Unterscheidungen umsetzen zu können, wurden für das Schriftbild zwei Schriftfamilien miteinander kombiniert, die sich zwar formal unterscheiden, im Zusammenspiel dann aber eine harmonische Einheit bilden.
Für Gesang-, Gebets- und Lesungstexte wurde eine eher klassisch anmutende Serifenschrift verwendet, die auch bei kleinen Schriftgrößen ein platzsparendes und lesefreundliches Schriftbild entstehen lässt. Gliedernde Textelemente und Hervorhebungen sind in einer tendenziell nüchternen serifenlosen Schrift gesetzt. Diese vermittelt Klarheit, Ordnung und Struktur und sorgt dafür, das sie auch sehr platzsparend eingesetzt werden kann.

Beim Seitenraster des Buches liegen Liednummern und Seitenzahlen in einer gesonderten Randspalte. Sie dient auch als Grifffläche, dass die Finger beim Halten des Buches die Texte nicht verdecken. Die Kolumne am unteren Rand bildet von links nach rechts die Gliederungsebenen des Buches ab und gibt durch das ganze Buch hindurch Orientierung.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Einsatz von Farbe in der Gesamtgestaltung. Das Blau des Einbandes setzt sich im Inneren des Buches fort. Es tritt insbesondere an den strukturierenden vollflächigen Zwischenseiten in Erscheinung, die bereits an der Seitenkante als gliederndes Raster sichtbar sind. Auch Liednummern, Strophenziffern, Akteurkürzel, Verszäsuren, u.ä. sind farblich hervorgehoben und helfen, sich schnell auf der Seite zu orientieren und die Inhalte zu finden. Neben Blau und Rot wurden auch zwei goldene Farbtöne für die Lesebändchen verwendet, die wiederum den Bogen schließen zur Titelgestaltung.“